Leitbild

Die eingesetzten Fachkräfte und deren pädagogisches Leitbild und Ziele

Für die dargelegten Hilfeformen stehen uns Fachkräfte (auch in Ausbildung), mit in der Regel mehrjähriger Berufserfahrung in der aufsuchenden psychosozialen Arbeit zur Verfügung. Mit fundierter Ausbildung sind zu nennen:

  • (Sozial-), (Heil-), (Sonder-) Pädagog/innen,
  • Erzieher/innen,
  • Musiktherapeuten/innen,
  • Krankenpfleger/innen,
  • Sozialarbeiter/innen,
  • Heilerziehungspfleger/innen,
  • Psycholog/innen.

Für die einzusetzenden Helfer und Helferinnen gelten neben der notwendigen Qualifikation/Ausbildung in erster Linie das persönliche Engagement und die individuelle Lösungsorientierung. Sie müssen sich auf die individuelle Problematik des Kindes bzw. der Familie einlassen können und vor dem Hintergrund ihrer Erfahrung und Qualifikation jenseits einer „objektiv richtigen“ Lösung einen individuell passenden Lösungsweg finden, der in Zusammenarbeit aller Beteiligten gegangen werden kann. Alle Einzelfallhelfer arbeiten selbstständig und eigenverantwortlich.

Vor allem in der Eingliederungshilfe und den Hilfen zur Erziehung kommt insbesondere der systemische Ansatz für die HelferInnen zum Tragen. Die Entstehungsgeschichte von Beeinträchtigung, Auffälligkeiten und Störungen lässt sich nicht einseitig und ohne den entsprechenden familiären Kontext mit Funktionen und Rollen eines jeden Familienmitgliedes betrachten. Demnach helfen den Betroffenen dann auch nicht externe, vorgefertigte Lösungen sehr viel weiter. Vielmehr sollen die vorhandenen Ressourcen aktiviert und genutzt werden und die Kinder, Jugendlichen und Familien in die Lage versetzen, eigene passende Lösungen und Verhaltensweisen zu finden.

Mit persönlichem Engagement und Einfühlungsvermögen ist es möglich, im System „Familie“ die starren Strukturen zu lockern und eine entsprechend wirkungsvolle Hilfe von außen anzubieten.

Die Ziele lassen sich zusammenfassend benennen als:

  • Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung des jungen Menschen
  • neue Interaktionsmuster und Lebensstrategien entwickeln
  • Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz und –verantwortung
  • eingefahrene Rollen und entwicklungseinschränkende Strukturen hinterfragen
  • Überforderungsmuster und auffälliges Verhalten kontextualisiert wahrnehmen
  • familiäre, soziale und sozialräumliche Ressourcen und Lösungen ins Auge fassen insbesondere unter dem Aspekt der Hilfe zur Selbsthilfe;
  • in der Eingliederungshilfe und dem Betreuten Einzelwohnen steht die Behinderung im Vordergrund mit den Aspekten der Milderung, Förderung, Akzeptanz sowie den alltagspraktischen, schulischen und beruflichen Auswirkungen.